Zu einer normalen Ernährung gehört es, sich einmal am Tag satt zu essen. Wer gelesen hat, man solle viele kleine Mahlzeit einnehmen, der ist einem modernen Märchen aufgesessen. Ständiges Essen ohne satt zu werden ist eine große Quälerei, ohne jeden Sinn, und entspricht auch nicht unseren evolutionären Voraussetzungen. Unser Körper ist nicht dafür gemacht, ständig Nahrung aufzunehmen. Er ist vielmehr darauf eingestellt, dass Mahlzeiten nur dann zur Verfügung stehen, wenn die Ernte eingeholt ist oder die Jagd erfolgreich war. Nur Früchte konnten unsere Vorfahren zwischendurch essen, die anderen Mahlzeiten mussten mühsam zubereitet werden.
Nur wer satt ist, der kann die Gedanken ans Essen für eine Weile vergessen und muss sich nicht ständig selber disziplinieren. Wer dagegen fünf oder sechs kleine Mahlzeiten am Tag zu sich nimmt, der beschäftigt sich gedanklich den ganzen Tag, fast ohne Unterbrechung, mit der Nahrungsaufnahme. Man muss die Mahlzeiten planen, zubereiten und essen. Der Körper hat nur nachts Ruhe, was zu wenig ist.
Vernünftig sind die berühmten drei Mahlzeiten am Tag. Um 8.00 Uhr Frühstück, um 13.00 Uhr Mittagessen und um 18.00 Uhr Abendbrot. Zwischen jeder Mahlzeit sollten etwa fünf Stunden vergehen, damit der Magen und Darm auch Zeit bekommt, um die Nahrung zu verdauen.
Für viele Menschen ist gerade die Zeit zwischen Mittagessen und Abendbrot zu lange. In dieser Zeit ist es kein Problem, wenn man einen Apfel oder eine Orange ißt, um die Zeit bis zum Abendbrot zu überbrücken. Nach 18.00 Uhr sollte man wenn möglich nichts mehr essen, damit dem Körper ausreichend Zeit zur Verdauung bleibt.
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